
Herford. Wenn im Frühjahr die Sonne durch die Fenster scheint, wird oft sichtbar, was über den Winter liegen geblieben ist: Staub und kleine Verunreinigungen auf den Oberflächen der Inneneinrichtung. Besonders bei hochwertigen Massivholzmöbeln ist nun Fingerspitzengefühl gefragt. Damit die Unikate aus der Natur auch nach Jahren nichts von ihrer Ausstrahlung verlieren, kommt es auf die richtige Technik und die passenden Utensilien an. Die Initiative Pro Massivholz (IPM) erklärt, worauf Besitzer achten sollten.
Massivholzmöbel sind mehr als nur Einrichtungsgegenstände; sie sind lebendige Begleiter, die das Raumklima positiv beeinflussen. „Gerade bei Massivholzflächen sollte man auf aggressive Putzmittel verzichten und Wasser nur äußerst sparsam einsetzen“, betont Andreas Ruf, Geschäftsführer der IPM. Da Holz ein hygroskopisches Material ist – also Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt und bei Trockenheit wieder abgibt – reagiert es empfindlich auf übermäßige Nässe. Wer hier zu forsch vorgeht, riskiert, dass das Holz aufquillt oder die Oberfläche stumpf wird.
Schritt für Schritt zum sauberen Möbelstück
Der Reinigungsprozess beginnt idealerweise trocken. Staub und lose Krümel sollten zunächst mit einem weichen Bürstenaufsatz des Staubsaugers oder einem Staubtuch entfernt werden. Dies verhindert, dass beim späteren Wischen kleine Partikel wie Schmirgelpapier wirken und feine Kratzer an der Oberfläche verursachen. Für die anschließende Feuchtreinigung genügt oft schon das, was in jedem Haushalt vorhanden ist: ein Eimer mit lauwarmem Wasser, ein kleiner Schuss mildes Spülmittel und ein
weiches Baumwolltuch. „Ein nebelfeuchtes Tuch ist völlig ausreichend“, erklärt Ruf und ergänzt: „Man sollte niemals einen tropfnassen Lappen verwenden, da offenporiges Holz wie ein Schwamm reagiert.“ Ein wichtiger Profi-Tipp für ein streifenfreies Ergebnis: Wischen Sie stets in Richtung des natürlichen Maserverlaufs. Dies schont die Struktur und sorgt für einen gleichmäßigen Glanz ohne Schlieren.
Langfristiger Schutz durch die richtige Pflege
Ist das Möbelstück von oberflächlichem Schmutz befreit, folgt die Kür: die Pflege. Je nach Oberflächenbehandlung – ob geölt, gewachst oder lackiert – benötigt das Holz spezifische Nährstoffe. Während lackierte Oberflächen meist nach der feuchten Reinigung bereits sauber sind, profitieren geölte oder gewachste Massivholzmöbel von einer regelmäßigen Auffrischung. Die Mitgliedsunternehmen der IPM bieten hierfür speziell abgestimmte Pflegesets zu ihren Massivholzmöbeln an. Diese Produkte wie Pflegeöle oder -wachse unterstützen die natürliche Schutzbarriere des Holzes, ohne die Poren zu verstopfen. So bleibt die Atmungsaktivität erhalten, die für das gesunde Wohnklima so entscheidend ist.
„Die fachgerechte Reinigung von Massivholzmöbeln ist nicht schwierig, erfordert aber Respekt vor dem Naturmaterial. Wer auf Chemie verzichtet, Wasser nur dosiert einsetzt und hochwertige Pflegemittel verwendet, sorgt dafür, dass die eigenen Möbelstücke auch nach Jahrzehnten noch durch Charakter und Lebendigkeit bestechen“, so Ruf. So überstehen die Liebhaberstücke nicht nur den Frühjahrsputz, sondern bleiben eine wertbeständige Investition für Generationen. IPM/RS
Bild 1: Der Reinigungsprozess beginnt idealerweise trocken. Staub und lose Krümel sollten zunächst mit einem weichen Bürstenaufsatz des Staubsaugers oder einem Staubtuch entfernt werden. Foto: IPM/Wimmer Massivholzmöbel

Bild 2: Ein nebelfeuchtes Baumwolltuch mit einem kleinen Schuss Spülmittel ist völlig ausreichend für das Abwischen der Möbel. Foto: IPM/Thielemeyer

Bild 3: Wischen Sie stets in Richtung des natürlichen Maserverlaufs. Dies schont die Struktur und sorgt für einen gleichmäßigen Glanz ohne Schlieren. Foto: IPM/Voglauer

Initiative Pro Massivholz
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