Möbelfertigung heute: Handwerk trifft Hightech

Massivholzmöbel sind von Natur aus individuell

Herford. Anspruchsvolle Möbelhersteller greifen gerne auf leicht organische Formen und individuelle Designs zurück. Ihr Ziel ist es, sich klar von Massenmöbeln und einem Einheitslook abzugrenzen. In der Natur finden sich organische Formen zuhauf und mit dem Werkstoff Holz auch ein seit jeher gerne verarbeitetes Material. Früher haben Handwerkskünstler für ein individuelles Möbelstück mitunter mehrere Tage benötigt – heute sind Hersteller von Massivholzmöbeln weitaus effizienter und fertigen dennoch höchste Qualität in Losgröße 1.

„Die aufwendige Möbelfertigung mit einmalig genutzten Schablonen und von Hand bedienten Maschinen hatte einen besonderen Charme, allerdings war sie aus wirtschaftlicher Sicht nur bedingt profitabel. Heute können komplexe Ideen und Entwürfe dank CNC-Anlagen, also computergestützten Maschinen und modernsten CAD-Zeichenprogrammen, leichter zu indi-viduellen Massivholzmöbeln verarbeitet werden“, so Gerhard Wimmer, Geschäftsführer von Wimmer Wohnkollektionen, einem Mitglied der Initiative Pro Massivholz (IPM).

Bereits 1954 wurden CNC-Anlagen als Lösung für die wirtschaftliche Herstellung von Frei-formteilen in den USA entwickelt. Die Zusammenführung einer ersten CNC-Anlage mit einem CAD-System wurde 1979 realisiert. Heute können CNC-Anlagen im Möbelbau dreidimensio-nale Bauteile mit einer Genauigkeit von wenigen Zehntelmillimetern Abweichung herstellen, sodass ihre Qualität stets gleichbleibend hoch ist. Möbel aus Massivholz bieten dabei viel Frei-raum für eine individuelle Formensprache und einzigartige Farbgebung. Gerhard Wimmer ist sich sicher: „Klassische Serienmöbel haben es schwer, mit dieser optischen Vielfalt bei gleichzeitig höchst individuell erlebbarem Nutzungskomfort mitzuhalten.“

Besonders gut zeigt sich dies bei organisch geformten Sitzmöbeln. Rücken- sowie Armlehnen schmiegen sich bei Massivholzmöbeln perfekt an den Körper des Nutzers an und bieten da-mit eine jederzeit gerne genutzte Sitzgelegenheit zum Ausruhen und Verweilen. Die natürliche Haptik und Optik des Massivholzmöbels unterstreicht dessen authentischen Charakter. Hochwertige Bezugsmaterialien mit aufwendig hergestellten mehrschichtigen Polsteraufbau-ten können sogar fließend in organisch geformte Bauteile aus Holz übergehen, was den Sitz-komfort sowie die Perfektion des Möbelstücks insgesamt gekonnt abrundet. „Für den Laien sieht das am fertigen Möbelstück recht einfach aus, voraus geht aber eine detaillierte Tole-ranzbemessung zwischen Polster- und Gestellbauteilen“, sagt der Möbelexperte der Initiative Pro Massivholz und ergänzt. „Organische Konturen sind und wirken ‚wie gewachsen‘ und er-lauben keine Fertigungsungenauigkeiten. Dank der CNC-Technik können wir moderne For-men heute zuverlässig und effizient mit traditioneller Handwerkskunst vereinen.“ Dies eröffne dem Endverbraucher schließlich individuelle Designs und einzigartige Möbel aus dem natürli-chen Rohstoff Holz. IPM/RS

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