Imitaten die Stirn bieten

Massivholzmöbel erkennt der Laie stirnseitig

Herford. Wer heute durchs Möbelhaus schlendert, kann den Unterschied zwischen echten Massivholzmöbeln und Holzimitaten kaum noch erkennen. Jährlich wächst der Markt an kunststoffbeschichteten Möbeln weiter an und die Folienhersteller entwi-ckeln immer bessere Holzoptik-Imitate. Allerdings gibt es einen einfachen Verbrau-cher-Trick, wie sich Massivholzmöbel gut erkennen lassen. „Sie sollten beim Einkauf auf die Stirn- oder Hirnholzseite eines Möbels achten, um sicher zu gehen, ein Mas-sivholzmöbel zu kaufen. Die befindet sich zum Beispiel an Tischplatten oftmals an der Kopfseite des Tisches“, erklärt Andreas Ruf, Geschäftsführer der Initiative Pro Mas-sivholz (IPM).

Grundsätzlich ist die Stirnholzseite immer um 90 Grad versetzt zum Maserverlauf von Mas-sivholzflächen. An dieser Seite zeichnen sich auch immer Jahrringe und Poren des gewach-senen Baumes ab. Beides lässt sich mit dem bloßen Auge zum Beispiel an Eichenholz be-sonders gut erkennen. Der Maserverlauf von Massivholzplatten geht meistens über die längs-te Seite des Möbelteils, denn die stehenden Fasern machen es besonders robust und stabil. Zudem würden bei längsseitigen Stirnholzkanten mehre Plattenteile benötigt, um eine ähnlich große Fläche zu erhalten. Schließlich ist die Breite von Bäumen – im Gegensatz zum Hö-henwachstum – begrenzt.

Warum darauf achten?
Massivholzmöbel bieten Endverbrauchern viele Gründe, die für das Naturprodukt sprechen. Wohngesundheit und ein angenehmes Raumklima unterstützen zum Beispiel die Gesundheit der Bewohner. Auch Nachhaltigkeit und Ökologie, Begriffe, die für viele Menschen in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus gerückt sind, werden durch die massiven Möbel unterstützt. „Übrigens, der vermeintliche Tipp, am Gewicht das Naturprodukt vom Substitut unterscheiden zu können ist falsch. Da jede Holzart eine unterschiedliche Rohdichte besitzt, lässt sich nicht bestimmen, was Natur ist und was nicht. Beispielweise ist Balsaholz ein Mas-sivholz und wiegt im Vergleich zu einer Eiche mit demselben Volumen nur einen Bruchteil. Besser also, man prüft das Stirnholz“, so Ruf. Wer so gerüstet Möbel kauft, wird das Natur-produkt zweifelsfrei bestimmen können. IPM/RS

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